Klage IVG: Redebeitrag zur Ratssitzung von Kirsten Getrost

Wie der Presse zu entnehmen war, klagt die Firma Triuva GmbH, welche eine Tochter der IVG Immobilen AG ist, auf Schadensersatz für mangelhaft gelieferte Förderstränge. Hiervon sind 29 Kavernen betroffen, die im Besitz von Triuva sind und eine, welche im Besitz der IVG Caverns GmbH ist.

 

Interessant ist der Punkt in der Klageschrift, ich zitiere: „Aufgrund der mangelhaften Ausführung bestehe ein gravierendes Sicherheitsrisiko mit potenziell katastrophalen Ausmaß durch den Austritt von Erdgas. Ein großes Feuer oder gar ein Blow out, das plötzliche Austreten einer großen Menge Erdgases, seien nicht ausgeschlossen.“ Diese Aussage verleiht dem Thema nicht nur eine Dringlichkeit sondern steht auch im krassen Gegensatz zur bisherigen Aussage der IVG Caverns GmbH, die dies bei den letzten beiden Schadensvorfällen absolut ausgeschlossen hat! Jedoch ist das ein Punkt der in unserer gemeinsamen Geschichte mit der IVG oft auftrat, die Bevölkerung wurde wieder, auch in diesem Fall, getäuscht. Ist das die Transparenz von der so oft gesprochen wurde und die die IVG versprochen hat?

 

Wenn man sich den Text von Bloomberg Business durchliest, ist hier immer die Rede von Sicherheitsventilen, nie von Fördersträngen! Und das dieses Matetrial für dauerhafte unterirdische Systeme ungeeignet ist, da durch das Schweißen Veränderungen eintreten, die das Material anfällig für Korrosion machen! Auch diese Punkte bedürfen einer dringenden Klärung! Die vielen angeblichen Fachleute in Etzel sollten doch solche simplen metallurgische Kenntnisse besitzen um die richtigen Qualitäten zu kaufen, oder ging es nur darum einfach nur billig einzukaufen?

 

Da werfen sich bei mir schon einige Fragen auf: Wie kommt die IVG Tochter Triuva zu dieser Erkenntnis?, sitzen doch die Kavernenfachleute hier in Etzel und in Frankfurt nur Bänker. Warum klagt IVG Caverns GmbH nicht mit? Will die IVG Caverns GmbH die Bevölkerung hier vor Ort nicht verunsichern? Könnte das vielleicht auch Auswirkungen auf den zur Zeit in Verhandlungen stehenden Brandschutzplan haben? Fällt man in alte Verhaltensstrukturen zurück um durch „vertuschen“ und “ totschweigen“ falsche Sicherheit vorzutäuschen? Mich erinnert dies alles stark an den Vorfall am 21.06.2010. Damals war es in der Kaverne K102 zu einem Produktaustritt gekommen, rein zufällig an diesem Tag, saßen IVG, Landrat, die damalige Bürgermeisterin, der Gemeinderat und die BI an einen Tisch und obwohl damals IVG, Landrat und Bürgermeisterin wussten, was passiert war, erzählte man uns allen: Es ist alles sicher, es kann nichts passieren! Ist dies auch der Sinn der Veranstaltung am 08.10. in der die Informationen wieder schön geredet werden?!

 

Fragen über Fragen, die im Interesse einer transparenten Ratspolitik aus Sicht der Grünen ganz schnell einer Antwort bedürfen und jetzt nicht in der bekannten unendlichen Verzögerungstaktik ausgesessen werden dürfen. Daher bitten wir um Zustimmung und bitten Sie, Herr Goetz, uns heute die Informationen die Sie und Herr Köring erhalten haben zu geben.

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