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Pressemitteilung zum Raumordnungsverfahren Seetrassen 2030

200 Stellungnahmen von Langeoogern zum Raumordnungsverfahren für die Planung von zukünftigen Korridoren für Offshore Anbindungsleitungen im nds. Küstenmeer, Seetrassen 2030

Am 1.4..2021 endete die Möglichkeit der Stellungnahme zu o.a. Raumordnungsverfahren. Nach uns zugegangenen Informationen sind allein um die 200 Stellungnahmen seitens der Insulaner beim Amt für regionale Landesentwicklung fristgerecht eingegangen……hinzukommen weitere zahlreiche Einwände u.a. von der Inselgemeinde, dem Rat, von div. Natur-und Umweltschutzverbänden u.v.m.

Das ist ein großartiges Statement, das u.a. durch den Aufruf von uns Langeooger Grünen an das Amt für regionale Landesentwicklung gesendet wurde. Damit haben die Langeooger ihrer Sorge um den Erhalt der lebenswichtigen Süßwasserlinsen, des Wattenmeeres, der Infrastruktur der Insel und den Tourismus deutlich Nachdruck verliehen und gleichzeitig gefordert, dass von den Netzbetreibern Amprion und TenneT alternative, wesentlich umweltschonendere Bohrverfahren entwickelt und angewandt werden.

Wie geht es nun weiter……da diese Frage immer häufiger an uns herangetragen wird, wollen wir das Verfahren hier kurz erläutern:

Das Raumordnungsverfahren nimmt nun seinen Lauf, die Stellungnahmen werden ausgewertet und Amprion und TenneT zu Beantwortung übersandt. Anschließend ist nach dem ROV ein Erörterungstermin mit öffentlichen Stellen und sonstigen Beteiligten vorgesehen.

Danach erfolgt die landesplanerische Feststellung der raumordnerischen Gesamtabwägung.

Im Anschluss erfolgt die Veröffentlichung des Verfahrensergebnisses durch die Bekanntgabe an die Vorhabensträger und die beteiligten Stellen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine Ausfertigung bei einer Gemeinde und der Landesplanungsbehörde einen Monat lang zur Einsicht auszulegen sowie im Internet öffentlich bereitzustellen.

Diese Feststellung hat gegenüber den Trägern des Vorhabens und gegenüber Einzelnen keine unmittelbare Rechtswirkung.

Es schließt sich danach das Planstellungsverfahren für die einzelnen geplanten Stromtrassen an, der Ablauf wird ähnlich dem beim Raumordnungsverfahren sein.

Wir Langeooger Grünen werden die von Amprion und TenneT dazu vorgelegten Anträge abermals prüfen lassen und uns wieder bei den Einwendungen einbringen.

Im Planfeststellungsverfahren kann der Klageweg beim Oberverwaltungsgericht bzw. Bundesverwaltungsgericht eingeschlagen werden.

Falls erforderlich, werden wir uns auch da einbringen. Unsere Ressourcen müssen im Sinne der nachfolgenden Generationen bewahrt und geschützt werden, denn sie müssen mit unseren Taten von heute morgen und übermorgen leben.

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